Im Herzen des Löwen

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Bald geht es los

Sonntag, 04.11.2012

Dies ist der erste Eintrag in meinem neuen Blog. In Zukunft werde ich hier über meine Erlebnisse im Ausland berichten.

Auf dem Weg nach Lyon

Sonntag, 04.11.2012

Hallo ihr Lieben!! Lächelnd

 

Alle die mich kennen wissen, dass ich nicht unbedingt ein Tollpatsch bin, allerdings passieren mir hin und wieder blöde Dinge oder ich gerate in blöde Situationen. Daher wäre es zu einfach gewesen mich einfach ins Auto zu setzen, nach Frankreich zu fahren und einfach nur dort anzukommen.

Mein Plan sah ursprünglich so aus:   Am Sonntagmorgen nach Frankreich zu meiner Cousine Cécile zu fahren, gegen Nachmittag ankommen und am Montagmorgen voll nach Lyon (etwa 45 min) zu fahren. Mein Vater hat allerdings darauf bestanden am Freitag- spätestens Samstagmorgen schon zu fahren, für den Fall dass es Probleme gibt... Eben um einen Tag "Puffer" zu haben. Nun ja, was soll ich sagen - Papa hatte Recht!!

Samstag kurz vor 7 Uhr habe ich mich also heulend (vom Verabschieden) in mein Auto mit Ziel: Lyon gesetzt. Das Fahren ging super: wenig Verkehr, keine Staus, hin und wieder mal eine Pause, was essen, was trinken, für kleine Königstiger gehen usw. Es hat zwar fürchterlich gewindet, aber ich hatte alles im Griff bis ich mal wieder eine dieser besagten Pausen gemacht habe. Nach meiner Pause an der Raststäte, wollte ich wieder auf die Autobahn und habe leider (später: Zum Glück!) den Kreisverkehr an der falschen Ausfahrt verlassen ---> Autobahn in die andere/falsche Richtung.

Naja doof, aber kann passieren..... Ich musste also 8 km fahren, die Ausfahrt nehmen, die Autobahn verlassen, Maut-Gebühren zahlen, einmal im Kreis rum, um wieder ein Maut-Ticket ziehen zu können, damit es wieder in die richtige Richtung weitergehen kann. Ich lasse also die Scheibe runter, setze den Leerlauf rein, ziehe die Handbremse, lehne mich elegant aus dem Auto.... Jaaaaaa, ich bin halt nun mal so klein und anders komme ich nicht an den Knopf um das Ticket zu lösen.... und DANN passierte es:

Ich schnalle mich an, schalte in den ersten Gang, lass die Kupplung kommen - NICHTS!! Dann noch einmal, erster Gang Kupplung kommen lassen, Fuß bewegt sich, Kupplung nicht! Die ist einfach hinten stecken geblieben!! Ich ziehe das doofe Ding also mit der Hand nach vorne und versuche es nochmal - immer noch NICHTS!!

In meiner Panik bin ich ausgestiegen, zum Auto hinter mir und habe dem älteren Ehepaar erklärt, dass nichts mehr geht. Die Frau ihr Auto zurückgefahren, während der Mann mein Auto zurück auf den Standstreifen geschoben hat. Der Mann (pensionierter Automechaniker) hat das Auto untersucht, während ich schön brav mein Warndreieck aufgestellt und die neongelbe Warnweste angezogen habe. Der Mann "Das Kabel ist durch!" Die ältere Dame hat versucht die hysterisch-heulende Nati zu beruhigen. Dann habe ich das getan, das jedes Mädchen in einer solchen Situation machen würde, die keine Ahnung von Autos hat: Papa anrufen! Als ich aufgelegt habe, habe ich angefangen die Anweisungen zu befolgen: (das Ehepaar ist weitergefahren) ich habe jemand in diesen Maut-Kassen gesucht, der mir sagen kann wo ich mich überhaupt befinde und wo die nächste Werkstatt ist. Die nette Frau (sie war wirklich nett) hat sofort den Abschleppdienst verständigt. Der war auch sehr schnell da (10-15min). Der Mann, Pascal, sieht mein Auto, dieht mich: "Do you speak English?" "Oui, mais vous pouvez me parler en francais. Je suis demi allemand, demi francaise" (Ja aber sie können auch französisch mit mir reden. Ich halb Deutsche, halb Französin). "Super"

 

Mir war zu dem Zeitpunkt schon bewusst, dass ich in einer Woche darüber lachen werde.... deswegen das Foto :)

... und es geht weiter

Sonntag, 04.11.2012

Auf dem Weg zur Werkstatt hat Pascal mir alles genau erklärt was passiert, um mich zu beruhigen. Dann klingelte mein Handy (Mama war dran). Sie sagte mir dass sie schon der Versicherung angerufen hat und mir die Mitarbeiterin gleich anrufen würde. Die gute Frau hat also angerufen, gefragt wo ich bin und um welchen Schaden es sich handelt. Pascal, der eine Citroen-Werkstatt leitet hat mir gesagt, dass es sich "nur" um ein Kabel handelt,er aber keine VW-Ersatzteile hat besitzt und sich viele ein langes Wochenende in Frankreich gemacht haben (auch hier war ein Feiertag, d.h. auch die VW-Werkstätten).

Das Ende vom Lied ist also, dass ich im Wartebereich der Werkstatt sitze, während ich 2 Stunden auf meinen Cousin warte (meine Cousine hätte länger gebraucht und sie wollten mich so schnell wie möglich holen) der mich gütigerweise abholt (Alles von meinen Eltern geregelt). Um mir die Zeit zu vertreiben, habe ich mein "kleines Geschichtchen des Tages" aufgeschrieben. Ich hoffe, dass das Auto von meinem Cousin groß genug ist.... 2 Koffer, 2 Wäschekörbe, 1 Einkaufskorb, 2 Kisten, meine Handtasche und ich sollten nämlich mit....

Wartebereich

Ich muss nun also bis nächste Woche warten. Amen

Zum Schluss muss ich sagen, dass mein Schutzengel alles richtig gemacht hat. Wäre ich nicht falsch abgebogen, wäre das Kabel vllt beim Schalten mitten auf der Autobahngerissen, ohne eine Menschenseele in der Nähe, der sofort hätte den Abschleppdienst rufen können.

Als mein Cousin angekommen ist, schaute er mich an, grinste "Bienvenue en France" gefolgt von der Frage wo wir eigentlich sind :) Sein Auto sah nicht unbedingt groß aus, also habe ich ihm vorgeschlagen, 2 Kisten im Kofferraum zu lassen. Seine Reaktion? "Nati, ALLES komt mit!!! Du musst dran denken, du bist jetzt in Frankreich, da läuft alles etwas anders" Und wir machten uns auf den Weg nach Genf, wo er wohnt.

In Genf erwartete mich meine Cousine und ihr Freund mit einem kleinen Bussle (also genug Platz für meine Sachen). Von Genf ging es nach Annecy auf einen Geburtstag eines Freundes. Nach sehr sehr leckerem Essen ging es weiter nach Les Avenieres zu ihr nach Hause. Dort haben wir noch Tee getrunken und bis halb 3 morgens gequatscht. Erleichtert, endlich angekommen zu sein, bin ich dann auch müde ins Bett gefallen.

21 Stunden wach + fast 700 km im Auto = laaaaanger Tag

Tag 3 – Anfart Lyon

Mittwoch, 07.11.2012

Nachdem der zweite Tag nur aus Film gucken, essen und auf dem Sofa sitzen bestand, haben wir den dritten Tag auch ruhig angehen lassen. Meine Cousine und ich setzen uns ins Auto, nicht wissend wie viel wir heute noch lachen würden.

Angekommen fand auch gleich die Schlüsselübergabe statt, mit anschließender Zimmereinweisung und dem „Zimmercheck“ (ob alles funktionsfähig ist, weil ich eine Kaution hinterlegen musste).

Ich war der festen Überzeugung, dass alles Wichtige schon in meinem Zimmer vorhanden sein würde…. Falsch gedacht!! Keine Gabel, kein Messer oder Löffel, über Tassen, Gläser, Müllbeutel, Schwamm oder Spülmittel und von den Töpfen und Pfannen fang ich gar nicht erst an, keine Spur. Meine „Vormieterin“ hatte Pappteller und Plastikgläser im Schrank gelassen. Bis zum Wochenende sollten die auch reichen. Denn meine Cousine meinte, sie hätte unzähliges Geschirr usw. das sie mir dann geben würde. ABER: meine Mutter hat mir natürlich einiges mitgegeben: Schwamm, Spülmittel, Zewa-Rolle, Geschirrtücher, Tempos, Putzlappen, Mülltüten UND Essen! Somit musste ich erst einmal nichts einkaufen. Über meine Kaffeemaschine und meine Tassen habe ich genauso gefreut wie über DIE Erfindung: den SANDWICHE-MAKER!!! Man braucht kein Besteck und hat ne Mahlzeit.

Ich habe nun mein Zimmer mit Bett, Kleiderschrank, Kommode, Tisch, 1 Stuhl und eine kleine Kochnische. Mein Badezimmer besteht eigentlich aus der Dusche… (das Foto erklärt diese Aussage) Es ist recht klein, aber man hat alles was man braucht!!!

          

Wegen der Kaution machten wir uns zu Fuß auf den Weg in Richtung Stadt – naja eigentlich war es eher der Hunger… Am Ausgang stand ein Mädchen, das ebenfalls das Haus verlassen wollte. Meine Cousine: „Das ist Natascha! Sie wohnt ab heute hier!“ Das Mädchen: „Freut mich! Ah, das ist deine Mutter oder deine Tante, gell? DAS sieht man!!“ Meine Cousine (39 Jahre) war über dieses „bodenlos unverschämte Ding“ derartig empört, dass ihr schon damit gedroht hat, den Hersteller ihrer Anti-Aging-Creme zu verklagen J Da wir leider keine Ahnung hatten wo welche Tram hinführt oder wann die nächste Metro fährt, musste die Subway-Mitarbeiter uns helfen. Hat dann auch super funktioniert. Bis wir aus der Tram ausgestiegen sind. Dann hat meine Cousine ihr Navi (im Handy) angemacht. Nach ca. 15 min im Kreis laufen entdecke ich auf einmal ein Schild mit dem Namen meiner Schule. Da wurde uns erst bewusst, dass es die falsche Adresse sein musste. Nach einem Anruf bei Frau B. (vor Ort für mich verantwortlich) wurde uns das dann auch bestätigt und sie gab uns die richtige Adresse. „Ist ja nicht so weit… Das Stück laufen wir oder? Und dass wir hier raus gekommen sind ist auch nicht unbedingt schlecht  – so weißt du wenigstens morgen wie du zur Schule kommst.“ „Na gut“ Und weiter geht’s. Ich weiß nicht was das Navi für ein Problem mit uns hatte, aber es hat uns immer wieder im Kreis geführt. Wir haben uns teilweise totgelacht und uns über uns lustig gemacht. Unsere Rettung war die Feuerwehr. Mit dem Gedanken „Wenn es jetzt dort brennt, müssen sie ja wissen wohin sie fahren. Also wissen sie auch wie wir zum Ziel kommen!“ Hat auch irgendwie geklappt.

Danach noch einen Topf, eine Pfanne und Käse (für die Sandwiches) gekauft, zurückfahren, Auto ausladen und dann hat sich meine Cousine verabschiedet. Als ich meine Sachen ausgepackt und eingeräumt habe, habe ich nebenher Radio gehört. Erst habe ich nicht darauf geachtet was da ausgestrahlt wird. Ein Gespräch zwischen Anrufer und den Moderatoren hat meine Aufmerksamkeit geweckt. Man konnte anrufen, wenn man ein Problem hat, hat alles schön ausdiskutiert und dann gemeinsam versucht eine Lösung zu finden. Hörer dieser Sendung konnten sich melden, um ihren Teil zur Lösung beizutragen. Thema an diesem Abend: „Ich bin mit der Tochter meines Chefs zusammen – nur weiß er das nicht! Wie bringe ich ihm das bei? Oder was soll ich tun?“ Es hatte etwas von einer Selbsthilfegruppe mit Schock- und Unterhaltungsfaktor à la RTL Mittagsprogramm.

Es gibt zwar schon ein paar Dinge, die mich in dem Zimmer stören, aber die muss ich hinnehmen – da merkt man erst einmal wie verwöhnt man eigentlich ist (kein Internet im Zimmer, Heizung funktioniert nicht, keine richtige Bettdecke nur ein „Teppich“) Aber es ist sauber! Und sicher! Ich habe einen Chip bekommen. Nur mit dem Chip kann ich das videoüberwachte Haus betreten und verlassen, den Aufzug nutzen (bin im 2. Stock) und meine Zimmertür öffnen. Blöd wäre, wenn ich ihn verlieren würde. Der Gedanke ist gar nicht so abwegig :D

4. Tag - erster Schultag

Mittwoch, 07.11.2012

Durch den Irrtum von gestern kannte ich meinen „Schulweg“ ja schon. 5 min zu Fuß bis zum Bahnhof und 5 Tram-Stationen weiter bin ich schon da. Ich war mit der Sekretärin Frau M. verabredet. Die Frau etwas furchteinflößend… alle, die die Ausbildung in Riedlingen gemacht haben können mitfühlen, wenn sie an ihre erste Stunde in französischer Handelskorrespondenz denken. Wirklich eins zu eins! Ich musste einen Test machen, damit sie sehen wie „hoch“ mein Niveau in der französischen Sprache ist. 60 Minuten hatte ich Zeit – nach 40 Minuten war ich fertig. Ein Mann hat mich aufgerufen „Je suis un prof ici. Je suis Pascal.“ (Ich bin hier Lehrer. Ich bin Pascal) Er hat meinen Test ausgewertet. Zur Erklärung: A1 (niedrigstes Niveau), A2, B1, B2, C1, C2 (höchstes Niveau)

„Natascha, du gehst in die C2-Klasse zu den Lehrern Charlotte und Elizabeth.“ Gesagt, getan. Frau M. konnte es nicht fassen (im entsetzten Sinn) und wollte mich in der Pause noch einmal sprechen.

Durch den Test usw. bin ich so gesehen „zu spät“  gekommen. Und was passiert? Wir lesen die Kurzfassung der Biografie von Marguerite Duras. Ich durfte anfangen zu lesen und bei jedem Verb, das Verb ins Passé simple umformen – wie gut, dass ich diese eine Zeitform noch NIE gelernt habe. (und ich war nicht die Einzige) War aber auch nicht weiter schlimm. Die Lehrerin ist vom Wesen wie unser beliebter Herr Jacobi.

In der Pause bin ich also zur Sekretärin und Frau M. will, dass ich morgen noch in die C1-Klasse gehe und mir das anschaue. Und dann erst wird entschieden, in welche Klasse ich endgültig komme.

Nach dem Unterricht habe ich dann die Bekanntschaft von 2 Leuten gemacht: Andrea (ein Er) aus Rom und Ana aus Brasilien. Die wohnen in der gleichen Gegend wie ich, also sind wir zusammen ein Stück gegangen. Es hat plötzlich angefangen in Strömen zu regnen. Zufälligerweise, als wir direkt vor einem Café gestanden haben, in das wir dann geflüchtet sind.

 

Da ich ja kein Internet im Zimmer habe, tippe ich die Texte in Word vor, gehe später in den Eingangsbereich und versuche mit dem WLAN ins Internet zu kommen, kopiere den Text und füge ihn in den Blog ein. Während ich das hier tippe, höre ich wieder diesen komischen Radiosender von gestern. Heute hat ein Junge angerufen. Sein Problem: er möchte seiner Freundin sagen, dass sie zugenommen hat und zu dick sei. Die Moderatoren sollen ihm beistehen. Ich sitze also total schockiert da und höre zu (Hartz IV Radio???). Er ruft also seiner Freundin an – und es läuft live im Radio!! Er meinte auch (wörtlich), dass sie es lassen soll, wenn sie der Meinung ist „unreligiöse Sachen“ machen zu wollen. Es würde ihn etwas ekeln. Sie rastet total aus und legt auf. Er ruft nochmal an, um ihr zu sagen, dass sie sich nicht so anstellen soll und dass sie ja total überreagiert. Der Moderator mischt sich nach kurzer Zeit ein und sagt, dass sie ein Team sind, das ihr helfen wird abzunehmen. Jeden Morgen mit Weckdienst und gemeinsamem Sport. Sie wird immer noch wütender. Als der Moderator ihr dann erklärt, dass sie vom Radio sind, fängt sie an zu lachen. War alles nur ein Scherz. Der Junge war nur durch das ständige „Schatz, findest du nicht, dass ich zugenommen hab? Ich bin viel zu dick“ seiner Freundin genervt und hat er sich auf diese Art und Weise gerächt. Ich freue mich schon auf morgen Abend :)

 

 

5. Tag – wieder der erste Schultag

Sonntag, 11.11.2012

Die C2-Klasse hat heute frei, also bin ich zum „Schnuppern“ in C1-Klasse. Ich musste mich kurz vorstellen. Die Anderen haben sich auch kurz vorgestellt: 1 Chinese, 1 Südkoreanerin, 2 Japanerinnen, 1 Griechin, 1 Mexikanerin, 1 Indonesier (den ich unglaublich witzig finde, obwohl er eigentlich nichts lustiges tut oder sagt) und 3 Deutsche. Die Lehrerin war sehr nett! Der Unterrichtsinhalt bestand aus: Text lesen, Verständnisaufgaben dazu machen, Grammatikaufgaben lösen, besprechen und als Hausaufgabe eine Art Resumé schreiben.

Ich habe beschlossen in dieser Klasse zu bleiben, weil es mir mehr bringt, als Literatur zu haben und über Metaphern zu philosophieren. Nach dem Unterricht habe ich meinen Studentenausweis geholt, bin zur Bank und habe ein Konto eröffnet, einen Studententicket für Tram, Metro und Bus besorgt, dann habe ich eine kleine Tour durch die Fußgängerzone gemacht. Bis jetzt hatte ich noch keine Zeit irgendetwas von der Stadt zu sehen, weil ich mich organisatorisches kümmern muss. Später hatte ich noch einen Termin mit einer Frau, die zusammen mit dem Mann die Residenz leitet und sich um alles kümmert. Der Termin war eigentlich nur dazu da, um sich kennenzulernen, für den Fall dass was sein sollte, dass man sich gegenseitig vertraut usw.

Per E-Mail habe ich eine Nachricht bekommen, von einem Mädchen, die das gleiche macht wie ich und ein Treffen mit allen in Lyon vereinbaren will, um sich kennenzulernen.

 

6. Tag

Der 6. Tag hat schon mal gut angefangen, weil ich verschlfen habe -.- Ich bin trotzdem pünktlich an der Schule angekommen. Nach der Mittagschule habe ich wie immer die Tram genommen um nach Hause zu kommen und es hat gedämmert. Der Blick von den Brücken mit den Lichtern, die sich im Rhône gespiegelt haben, da wirklich wunderschön aus!! Später bin ich im Foyer gesessen (wegen dem Internet) und ein Mädchen und ein Junge sind dazugekommen. Irgendwie sind wir dann ins Gespräch gekommen und die beiden haben zum „asiatischen Abend“ am Dienstag im Aufenthaltsraum der Residenz eingeladen.

Mission: Auto

Sonntag, 11.11.2012

Nach der Schule ging es direkt zum Bahnhof. Ich habe den Zug zu meiner Cousine genommen, weil wir das Auto am Samstag abholen wollten. Am Freitagabend ruft meine Cousine dort an, um zu sagen, wann wir das Auto in etwa holen würden. „Wir haben morgen geschlossen.“ – Toll! Wie gut, dass man mir noch gesagt hat, ich könne es dieses Wochenende abholen und die Zugtickets schon gekauft wurden… Allerdings wussten wir noch nicht, wie wir die 30km vom Bahnhof zur Werkstatt kommen würden. Mit meiner Cousine läufts einfach J Naja, ist aber nicht so tragisch gewesen. Die Frau hat uns gesagt, wo sie den Autoschlüssel versteckt, dass wir es trotzdem holen können. Außerdem hat sie uns informiert, dass es vor Ort einen Bahnhof gibt.
 Den Abend haben wir mit Pizzen und Salat vor dem TV (NCIS – schon komisch anzugucken, wenn es auf Französisch synchronisiert ist) und vor dem Tablet auf dem wir Slow-Motion-Videos angeguckt haben. Vom Hai der eine Robbe frisst bis hin zu Personen die niesen oder eine Ohrfeige bekommen. Es war seeehr interessant!! Und ihre 2 Hunde und 2 Kater sind sooo lustig!! :)

 

Am nächsten Morgen hat es angefangen in Strömen zu regnen. Am Bahnhof wollten wir unsere Tickets tauschen bzw. „verlängern“ lassen. Der Mann am Schalter sagte „Kein Problem!“ Ich gucke meine Cousine an „Das kann nicht sein!! Das kann wirklich nicht sein, dass wir einmal Glück haben!!“ Der Mann am Schalter war etwas verwirrt und meine Cousine und ich gingen voller Freude zum Gleis, wissend, dass uns das Pech einholen würde, die Frage war nur noch --> WANN? :)

Zwei Minuten später: „Meine Damen und Herren, der Zug Nr. 1234 nach XY Abfahrt um 08:45 Uhr verspätet sich um ca. 15min.“
Den Anschlusszug haben wir zum Glück nicht verpasst und sind demnach pünktlich angekommen. Vom Bahnhof zur Werkstatt war es ca. 1 km. Dank dem Regen sind wir durchnässt dort angekommen – trotz Schirm. Ich muss sagen, so sauer ich auch auf dieses Auto gewesen bin, ich habe mich gefreut als ich den Schlüssel umgedreht und mich hineingesetzt habe!! Das Auto steht nun bei meiner Cousine im Garten, weil es hier in Lyon unmöglich ist, einen Parkplatz zu finden!

Am Samstagnachmittag bin ich wieder zurück nach Lyon, weil ich eine E-Mail bekommen habe. Das Programm, das hier mache, heißt Eurodyssée. Da ich aber nicht die Einzige bin, die das hier in Lyon macht, haben sich zwei Mädels gedacht, dass sich alle Leute von diesem Programm am Samstagabend treffen könnten, um sich kennenzulernen. Ich, die erst seit Montag in Lyon ist, fand das super, gleich Leute kennenzulernen!

 Eine Deutsche (das wäre meine Wenigkeit), 5 Belgier(innen), 1 Polin, 1 Kanadierin, 2 Spanierinnen und 1 Brasilianer verbrachten also den einen sehr netten und interessanten Abend zusammen. Ein Großteil der Leute wohnt sogar im gleichen Gebäude wie ich. Da wir um ca. 1 Uhr morgens beschlossen haben uns auf den Heimweg zu machen, mussten wir nach Hause laufen (Metro und Tram fahren nur bis halb 1). War aber nicht so tragisch, da wir ja eine Gruppe gewesen sind.

Start in eine neue Woche

Donnerstag, 15.11.2012

Ich habe noch vergessen:
Als ich bei meiner Cousine gewesen bin, habe ich ja die Fotos von den Tieren gemacht und mich beim Anblick des Fotos ihres Katers noch stunden später kaputt gelacht. Dann hab ich es ihr gezeigt und alle anderen Fotos die ich so aufm Handy hatte. Sie findet, dass ich viele hübsche Freundinnen ich habe :)
Hier zwei Beispiele: das Foto mit Vanessa, als wir uns im 40er Jahre Style schminken lassen haben: "Das ist wirklich sehr hübsch!!" Und das Foto mit Tami und Janina im Tropi als ich gerade einen Lachanfall bekomme: "Das ist der Wettbewerb der schönen Zähne oder??" :)

Also, wie gesagt, am Samstagabend habe ich mich mit den Leuten getroffen, die das gleiche machen wie ich. Den Sonntag habe ich bei unseren (meine Eltern ihren) Freunden verbracht. War ein schöner Mittag.

Am Montag hatte ich einen Termin mit Frau B. (die hier für mich verantwortlich ist) und meinem Chef (vom Praktikum) um den Vertrag zu unterschreiben. Erst gings mit der Tram zum Bahnhof, dann mit der Metro weiter ans andere Ende der Stadt und schließlich mit dem Bus bis zur Haltestelle "Maison d'arret". Wir steigen aus und ich sehen ein riiiiiießiges Gebäude, wo vorne ein Schild hatte "Maison d'arret". Mir war klar, dass das eine Bedeutung haben muss und nicht einfach nur ein Name ist.... Als ich Frau B. also gefragt habe, meinte sie nur "ich wollte dich im Vorraus nicht damit schockieren, aber das ist das Gefängnis." Hätte ich 2 Minuten mit meiner Frage gewartet, wäre ich selbst darauf gekommen. Die Gefangenen haben geschrien wie die Tiere im Dschungel, dass man sie bis zur Straße hören konnte....
Die Firma in der ich das Praktikum machen werde ist nicht sehr groß, aber das find ich gut. Alle sind per "du" und ich teile mir das Büro mit zwei Männern. Mehr kann ich ab Dezember sagen.

 

Einkaufen für "dummies" / Beajolais nouveau

Donnerstag, 15.11.2012

Am Dienstag bin ich einkaufen gewesen. Ich habe mir zuerst eine Liste geschrieben, dass ich auch ja nichts vergesse: Getränke, Putzmittel, Nudeln, Gemüse, usw
Klar musste ich die Tram nehmen, um zum nächsten Einkaufsladen zu kommen, aber dann die Getränke von A nach B zu schleppen habe ich einfach nicht eingesehen!! Also bin ich mit meinem Koffer (der Rollen dran hat) losgetuckert. Hier laufen ständig Leute mit ihren Koffern rum, also werde ich in der Masse schon nicht auffallen. Nur bin ich die Einzige gewesen, die ein Lebensmittelgeschäft (!) mit Koffer betreten hat.... Naja, war mit auch egal! :)

Ich bin 5 mal durch den Laden gelaufen, bis ich endlich alles hatte, was auf der Liste stand, bis ich gemerkt habe, dass der Koffer doch ganz schön schwer zu ziehen gewesen ist und ich daraufhin einige Sachen wieder ins Regal geräumt habe, um den Koffer leichter zu machen. "Wenn es sein muss, gehe ich morgen nochmal einkaufen. Hauptsache ich habe schon mal die Getränke." dachte ich mir....

Abends fand der "asiatische Abend" in der Residenz. Wie immer waren nette Leute dabei, unter anderem auch die Leute, die ich am Samstagabend kennengelernt habe. Natürlich gab es auch leckere asiatische Snacks.Während den Gesprächen (Auf welchem Stockwerk wohnst du? Welches Zimmer usw) kam dann raus, dass ich mit meinem Zimmer Glück habe und mich alle fast schon etwas drum beneiden. Dadurch, dass das ganze Zimmer behindertengerecht gebaut ist (ich dachte das gilt nur für das Badezimmer), ist alles breiter und größer als bei allen anderen. Wenn ich ehrlich sein darf, ich bin froh "so viel" Platz zu haben. Ich glaube wenn es enger oder kleiner wäre, würde mir die Decke auf den Kopf fallen.... JA ich weiß - ich bin verwöhnt :)

Am Mittwoch war ich dann nochmal einkaufen, weil mir wirklich ein paar wichtige Sachen gefehlt haben wie beispielsweise Putzmittel. Diesmal habe ich mich für einen anderen Laden entschieden. Und dieser Laden war einfach RIESENGROSS!!!! "Mein Rewe" ist ja schon groß, aber der Laden (Carrefour) in dem ich gewesen bin, ist ca doppelt, wenn nicht sogar dreimal so groß!! Hier würde ich weder die Regale einräumen, noch die Inventur machen wollen! (Nächstes Mal mach ich Fotos) Zum Glück konnte ich anhand der Produkte erahnen, wie viele Gänge (und es gibt wirklich viele) ich weitergehen muss, bis ich meine 7 Sachen endlich beieinander haben würde. (Die Läden sind alle in etwa gleich "logisch" aufgebaut)

Außerdem möchte ich an dieser Stelle anmerken, dass die Regale NICHT für Menschen mit einer Körpergröße von 1,62m gebaut sind und ich das unfair finde!! Ich glaube man muss eine Größe von 1,80m erreichen, um problemlos einkaufen zu können.

In ganz Frankreich gibt es eine Tradition: Sobald die ersten Trauben geerntet werden, macht man Wein daraus. Dieser Wein "Beaujolais nouveau" wird dann am 3. Mittwoch/Donnerstag im November ich nenne es mal "gefeiert" und in der Stadt kostenlos verteilt. - Und da wollten wir (von der Residenz) hin. Um nicht ewig in der Kälte stehen zu müssen, haben wir uns für 22 Uhr verabredet. Zwar hat uns jeder gesagt, dass dieser Wein wirklich nicht gut sein soll, aber wir wollten uns selbst davon überzeugen :)

Der Brasilianer hat mir schon gesagt, dass er nicht pünktlich sein würde. Beim Rest wusste ich es nicht. Also ist die "dumme", pünktliche Deutsche um 22 Uhr im Foyer gewesen - alleine. Naja, egal.... Ich bin wieder hoch ins Zimmer und nach 15min wieder runter. Immer noch keiner da? Dann geh ich eben wieder hoch. Nach weiteren 15min bin ich wieder runter und bin dann dort geblieben (weil ich bis dato nur dort ne Internetverbindung hatte). Um 22.45 Uhr sind dann mal die ersten aufgetaucht :) allerdings nur, weil sie es sich anders überlegt hatten und lernen wollten und ihnen dann eingefallen ist, dass die Deutschen ein recht pünktliches Volk sind und dass ich "armes Mädchen" ja alleine da unten sitzen könnte... Sie hatten ja Recht :)
Wieder andere waren müde oder hatten keine Lust. Also sind wir zu dritt los.

Es waren schon einige Leute an der "Place Bellecour". Um Mitternacht ging ein kleines aber sehr sehr schönes Feuerwerk los (Ich liebe Feuerwerke :) ) und dann gabs für jeden ein Gläschen Wein. Erika (Belgierin) hat nur genippt und dem Brasilianer ihr Glas überlassen, aus Angst dass es ihr am nächsten Morgen elendig gehen könnte. Das gleiche gilt für mich. JA so "gut" war der :) Der Brasilianer fand ihn nicht schlecht... kein Wunder wenn er 3 Gläschen trinkt... Auf dem Rückweg in die Residenz hatte ich Schluckauf. Wir haben alle Theorien und Praktiken versucht, um ihn loszuwerden. So kreativ wir auch gewesen sind, es war vergebens. Ich bin dann aber auch ziemlich müde ins Bettchen gefallen.

Der Morgen danach

Donnerstag, 15.11.2012

Der Vorabend

Ohhh liebe Leute!!! Trotz 7 Stunden Schlaf war ich hundemüde!! Musste aber aufstehen, weil ich ja Unterricht hatte. Und ich habe mich auf den Indonesier in meiner Klasse gefreut. Ihr hättet seine leuchtenden Augen sehen sollen, als er mir erzählt hat "wie toll der neue Twilight-Teil gewesen ist" (er war am Abend davor im Kino).... :)
Die Lehrerin für Grammatik usw hat heute ein Thema 3 Stunden lang durchgekaut. Zum Schluss meinte sie dann noch "Ihr seid wirklich furchtlos! Ich bewundere euch jede Woche wieder aufs Neue, dass ihr diesen Unterricht besucht!" :) Was ich in meiner morgendlichen Müdigkeit nicht bedacht habe war die Mittagschule. Ich hatte nix zu essen dabei -.-

Bin dann also einmal um das Schulgebäude herumgelaufen und habe einen Kebapmann entdeckt. Habe mir also einen bestellt. Der gute Mann wollte von mir wissen, was ich gerne für eine Soße hätte. Ich wusste nicht was ich für eine Auswahl hatte, also habe ich nachgefragt. Der Gute war der französischen Sprache nicht sehr mächtig.... Naja ich hab dann gesagt, dass ich eine Joghurtsoße dazu will, weil ich mir einen Kebap mit Mayo oder Ketchup nicht vorstellen konnte. Inhalt: Salat, Tomate, Kraut, Fleisch und POMMES!!!

Lecker ist anders. Und zwar so:

Mein Abendessen

Leute, ich kann euch sagen!!! Wenn ihr einmal einen echten französischen Camembert gegessen habt, wollt ihr nie wieder einen anderen! Das kann man nicht vergleichen!! Vor allem mit einem leckeren, frischen Baguette!! Hmmmmmm............... *.*

Ich lass es mir jetzt schmecken :) In diesem Sinne, bis bald :) 

Last friday night....

Sonntag, 18.11.2012

war ich mit Ana (Brasilianerin) verabredet. Sie hat gesagt, dass sie mit ihren Mädels jeden Freitag in die gleiche Bar geht. War die gleiche Bar in der ich letzten Samstag schon gewesen bin. Hauptsächlich wird dort belgisches Bier ausgeschenkt. Ich habe das gleiche Bier wie letzte Woche getrunken: mit Pfirsichgeschmack. Echt lecker! Nur das Bier ist mir ziemlich in Kopf gestiegen. Irgendwann hatte ich derartig Kopfschmerzen, dass ich nach Hause wollte! Von den Kopfschmerzen am nächsten Morgen will ich gar nicht erst anfangen zu schreiben.... Thomapyrin hat innerhalb von 30min wieder alles in Ordnung gebracht.

 

Auf dem Weg in die Stadt Ana und Raquel Der Übertäter!!!!

 

Dann hat mir Jana (eine Deutsche aus meiner Klasse) über Facebook geschrieben, ob ich nicht Lust hätte etwas zu unternehmen und auch noch andere aus der Klasse zu fragen. Wir (2 Deutsche, ein Indonesier und 2 Griechinnen) sind dann in den "Parc de le tête d'or" gegangen. Ein großer Park mit See, Tieren und zwei Gewächshäusern mit exotischen Pflanzen drin. Als ich Fotos machen wollte, ging die Bewässerungsanlage an :) Deswegen sehen manche Fotos unscharf aus....

 

   

Hier steht urspünglich: Danke, dass Sie die Tiere nicht füttern

Ein Tierfreund macht daraus: Danke, dass Sie sich von Tieren ernähren

 

--> Auf dem Heimweg

 

Den Samstagabend habe ich zuhause verbracht, weil es bei meiner Bank technische Probleme gegeben hat (weswegen ich immer noch keine Bankkarte habe und somit kein Geld abheben konnte, um weggehen zu können :( )

Sonntage....

Sonntag, 18.11.2012

Sonntage sind hier eigentlich genau so öde wie überall sonst auch in der Welt :)

Vor lauter Langerweile habe ich eine Beschäftigung gesucht - und gefunden :) Ich habe beschlossen Mini-Donuts zu machen. Im Internet (Es lebe das Internet!!!) habe ich nach dem genauen Rezept gesucht. Ich hatte alles da, außer Eier. "Naja, ich frage einfach das Mädchen aus 206, ob sie welche hat und mir helfen kann.", dacht ich mir. In meinen Hausschuhen und meinem ich-bleibe-heute-zuhause-Dutt bin ich also in den Flur gestapft und habe geklingelt. Statt einer netten, kleinen Asiatin, stand auf einmal ein großer maximalpigmentierter Mann vor mir, der mich fragte was ich will. Mit aufgerissenen, erschockenen Augen habe ich nur die Zimmertür angestarrt, feststellt, dass ich vor dem falschen Zimmer stehe und dann mich tausend mal entschuldigt. Habe ihm erklärt, dass ich zu dem Mädchen in 206 wollte, um sie zu fragen ob sie Eier hat, weil ich "backen" wollte..... Durch die offene Zimmertür konnte ich erkennen, dass es ziemlich dunkel war und das Bett nicht gemacht. D.h. Ich habe den Armen aus seinem Bett geklingelt!! So peinlich!! Er fand das nicht schlimm und hat mir dann geholfen, weil er noch Eier hatte!

Total beschämt und über mich selber lachend, wie typisch das mal wieder war(!), habe ich mich freudig an die Arbeit gemacht und Mini-Donuts gemacht.

Zum Schluss habe ich (wie ihr sehen könnt) ca. 50 Mini-Donuts gemacht. Ich habe natürlich gleich angefangen zu naschen bis ich mir selber eingestehen musste, dass es unmöglich ist alle alleine zu essen. Ich wollte ja nicht, dass mir speiübel wird! Bin dann in meinem "coolen" Look zu meinen direkten Zimmernachbarn. Die haben große Augen gemacht!  Als ich ihnen erzählt hab, dass das ganze aus Langerweile entstanden ist, haben sie gefragt ob ich nicht Lust hätte sie ins Museum zu begleiten. Für Studenten sei der Eintritt frei. Gesagt, getan!! Es war ein historisches Museum über den ersten Weltkrieg und wie es sich damals in Lyon abgespielt hat. War wirklich sehr interessant, auch wenn ich sehr viel nicht verstanden habe - die Bilder haben für sich gesprochen.

Wieder zuhause angekommen, bin ich zufällig dem asiatischen Mädchen (Stephanie) über den Weg gelaufen. Ihr habe ich auch noch ein paar Donuts angedreht und bin danach zu dem netten Herrn aus 205 und habe ihm auch welche angeboten (er hat mir ja geholfen!). Alle fanden sie sehr lecker, mich eingeschlossen. :)

Carrefour

Mittwoch, 21.11.2012

Diesen Blogeintrag "widme" ich meinen lieben Kollegen :-)
(denn ich glaube nur die können was mit den Dimmensionen anfangen)

Ich war mal wieder einkaufen. Damit ihr euch selbst ein Bild von diesem riiiiiießigen Laden machen könnt, hab ich versucht heimlich Fotos zu machen. (wie gut dass alles videoüberwacht wird, wie ich beim zahlen bemerkt habe). Ich denke zwar nicht, dass es verboten ist Fotos in einem Laden zu machen, aber ich wollte nicht riskieren von den Securities rausgeworfen zu werden (man weiß ja nie....)

 

8 Meter O-Saft!! Putzmittel  Drogerie-Abteilung Mini Bierfläschen :D  

 

- 8 m O-Saft, 8 m Milch, 18 m Joghurt

- Drogerieabteilung: 5 mal (!!!!) 18 m

- Wasch- und Putzmittel: 3 mal 18 m

- Tiernahrung: 2 mal 18 m

Und es gibt natürlich auch Produkte, die es bei uns nicht gibt:

Statt Müllermilch und Nesquik-Schokodrink, gibt es hier Milky Way-Drink und der "Müllermilch-Ersatz" ist Bounty.

Was mir jetzt schon fehlt sind so fertige Soßen wie z.B. Rahmsoße und Knorr-Salatkräuter. So Kräuter-Würfel für die Pfanne kosten hier 2,50 Euro. Ich habs jetzt mal mitgenommen, weil echt praktisch ist, aber das finde ich schon sehr teuer. Die Fertigsoßen, die sie hier haben sind in Tetrapack :-(  Und ich denke, das kann nicht schmecken.

Ansonsten gibt es hier die Getränke in 0,5l, 1,5 l oder 2 l - Flaschen oder 0,33 l Dosen. 0,75 l oder 1 l - Flaschen (für einen Ein-Personen-Haushalt) wird hier überbewertet. Bei der Milch hab ich gar nichts geblickt!! Ich glaub die kaufe ich in Zukunft beim LIDL - da steht wenigstens 1,5% oder 3,8% drauf :-)

Bei den Eiern war ich auch etwas überfordert: 3 m - welche nimmst mit? Bei den Eiern ist es mir schon wichtig keine aus Käfighaltung zu kaufen. Ich habe jetzt einfach mal die  "Bio und Freilandhaltung" mitgenommen, nach dem ich bestimmt 15min lang die Verpackungen studiert hab.

Die Obstabteilung ist allerdings ziemlich mager dafür dass der Laden so rießig ist. Da ist unsere (im Rewe) größer...
Es gibt auch noch eine Abteilung für Autozubehör, eine Frisch-Fisch-Theke, den Käse findet man immer wieder im Laden verteilt.

Es gibt keine Einkaufswägen sondern nur sowas in der Art wie "Ferraris und BMWs", wie die älteren Leute es haben, die nicht mehr gut gehen können.

Heute Mittag gehe ich auf den Markt und vergleiche mal die Preise. Ich bin mal gespannt, was die Landwirte aus der Region alles anzubieten haben.

Wochenende mit meiner Cousine die Zweite

Dienstag, 27.11.2012

Auf den Markt bin ich letzten Endes doch nicht gegangen, weil es angefangen hat zu regnen und ich mich deswegen angestellt habe wie ein Mädchen....

Am Freitag wollte ich wieder zu meiner Cousine, weil ich unbedingt die Hundebabies sehen und mit meiner Cousine Weihnachtsplätzchen backen wollte.
Sobald es um meine Cousine und mich geht, ist komischerweise der Wurm drin. Darum dürfte es auch keinen Wundern, dass der Tag schon mal gut angefangen hat - ich habe verschlafen!

Am Bahnhof angekommen musste ich mich sputen: ich hatte bis zur Abfahrt noch 5-10min Zeit. Bis ich endlich mal mein Ticket hatte, am richtigen Gleis angekommen bin (natürlich total aus der Puste vom Rennen), hatte ich Angst der Zug wäre schon weg - aber Glück gehabt! Er stand noch! Ich drücke also den Knopf, damit sich Türe öffnet. Mein Blick schwenkt nach links, um zu schauen ob vielleicht noch jemand später dran ist und einsteigt. Nein, da war niemand außer ein Mann, der mit seiner Hand in der Luft das Zeichen für die Abfahrt des Zuges gegeben hat, gefolgt von einem Zeichen (Arme zu einem X gekreuzt) das mir galt... Ich durfte nicht mehr einsteigen. Ich musste also wirklich zusehen, wie der noch stehende Zug ohne mich losfuhr. Im nächsten Moment hatte ich auch schon das Handy in der Hand, um meiner Cousine Bescheid zu geben und dass der nächste Zug in einer halben Stunde abfahren würde... Woher ich das wusste?


Nun ja, als ich am Automaten mein Ticket lösen wollte, gab es eine Taste für die "nächsten Abfahrten". Ich habe intuitiv und mit etwas Logik einfach drauf  losgedrückt. Fälschlicherweise kam das Ticket für den späteren Zug heraus.
Trotz dass ich es bemerkt habe, war es mit egal, weil die Strecke genau die gleiche ist und ich ja dafür bezahlt hatte. Außerdem hat mir eine Frau (Mitarbeiterin der Bahn) vor ca. 2 Wochen gesagt, dass die Tickets bis 14 Uhr immer die gleiche Gültigkeit haben, bzw. sagen wir besser: Sie mag das vielleicht so gesagt haben, ich habe es jedenfalls so verstanden!! :-) ..... Und sollte es doch Probleme geben könnte ich ja immer noch den "ich bin das kleine Mädchen aus Deutschland und tue mich mit der französischen Sprache schwer"- Joker ziehen. Ich spreche (mit kleinem Akzent) "recht gut" französisch, bin aber auch im Stande französisch mit deutschem Akzent à la "schöö mappell Natascha" zu sprechen. Verstanden? Ich hoffe es einfach mal :-)


Um zurück zum Text zu kommen, stand auf dem ursprüunglich falsch gekauften, dennoch gültigen und letztlich richtigen Tickets die Nummer des Zuges und Uhrzeit drauf.
Der Zug trudelte ein. Bis ich mich endlich mal enscheiden konnte, wo ich mich mit meiner großen Tasche hinsetzen könnte, ohne anderen Fahrgästen den Platz zu nehmen und diese auch nicht zu stören, ich meinen Block ausgepackt hatte, um mein kleines Geschichtchen à la "typisch Nati" aufzuschreiben und meinen Joghurt gegessen hatte, war ich auch schon fast da.

Angekommen war der Gang natürlich zu den Hundebabies. Ich weiß nicht wie oft an diesem Wochenende aus meinem Mund  "Ohhh sind die süß!" kam. Da waren die gerade einmal 4 Tage alt.

Abends gabs Raclette "à la Savoie" (eine Region), wo das Raclette ursprünglich herkommt.
Dort wurde und wird bis heute viel Käse hergestellt. Die Hirten sind mit ihren Viehchern für mehrere Tage in die Berge gegangen. Also konnten sie keine leichtverderblichen Lebensmittel mitnehmen. Sie haben Schinken und einen "Mockel" Käse (den sie mit einer Käsereibe--> Racle in Stücke geteilt haben) wurde alles über dem Feuer erwärmt und gegessen. Da diese kleinen Förmchen heute dieser Reise ähnelt, aber kleiner ist, hat man Racle zu Raclette (die Verniedlichung) umbenannt.
Demnach wird das "traditionelle" Raclette nur mit Kartoffeln, Käse und den verschiedensten Wurstsorten (und Salat, es geht ja nicht mehr ums überleben) gegessen. Wahlweise auch mit Zwiebeln dazu.

 

Residenz-Abende mal anders

Dienstag, 27.11.2012

Am Samstagmorgen hat mich das Lachen eines Kindes geweckt. Halbschlaf? Einbildung? Der Kater?? Nein - mein Cousin und sein Sohn waren gekommen. Mein Cousin und der Freund meiner Cousine amüsierten sich mit einer Art Metalldetektor lauter Krimskrams im Garten und später sogar in den Feldern im Umkreis zu suchen.
Der Sohn, meine Cousine und ich waren den kompletten Samstagnachmittag mit Plätzchen backen beschäftigt (- "nur" 4 verschiedene Sorten, aber eine Menge Arbeit)

 

Am Montagabend war ich in meinem Zimmer - nichts Spekakuläres. Irgendwann habe ich Stimmen auf dem Flur gehört... eine ganze Weile lang. Und es wurde immer lauter. Es hat mich nicht gestört, aber ich war natürlich neugierig :-)

4 meiner Zimmernachbarn (die Asiatin, die ich am Sonntag davor fragen wollte, ob sie Eier hat; der Typ der mir die besagten Eier gegeben hat, eine ganz liebe Mexikanerin und eine Algerien, die ich bis dato noch nicht kannte) standen da, haben gequatscht und mich gleich mit ins Gespräch miteinbezogen. "Wer bist du? Woher bist du? Was machst du?" usw. Das Gespräch dauerte immer länger. Irgendwann hatten Durst, die Asiatin hat dann was zu trinken für alle geholt, ich meine Plätzchen, die Mexikanerin Chips und die Algerierin Erdnüsse. Der Fußboden diente als "Lagerfeuer-Sitzplatz". Das ging dann eine Weile so weiter bis 2 andere Nachbarinnen gekommen sind. "Was tut ihr hier?" "Sitzen und quatschen." "Ok, wir legen unsere Jacken ins Zimmer und kommen." Nach ca. 3 Stunden saßen also 7 der 10 Bewohner des zweiten Stockes da, redeten über Gott und die Welt, lachten herzhaft zusammen und verbrachten wirklich einen super Abend!!! :-) Schreit nach Wiederholung!

Erste Arbeitswoche

Sonntag, 09.12.2012

Am Montag hat mein Praktikum begonnen. Aus Angst meinen Wecker nicht zu hören, hab ich kaum geschlafen - was ich den ganzen Tag zu spüren bekommen habe, aber egal!
Ich habe den Monat mit dem "studieren" der Produkte (Förderbänder) verbracht. War teilweise schon schwer zu verstehen, weil die Produkte mit viel Technik verbunden sind.

Zur Firma kann ich sagen, dass sie nicht sehr groß ist, darum gibt es auch nicht viele Mitarbeiter: Chef, Empfangsdame und gleichzeitig Buchhaltung, technische Zeichner, zwei Kaufmänner (mit denen ich das Büro teile) und die, die die Produkte zusammenschrauben. Alle sind per "du" und haben mich mit offenen Armen empfangen. Da die Firma im Industriegebiet liegt, gibt es einen Aufenthaltsraum, in dem zusammen mittaggegessen wird. Es gibt kein "mein" oder "dein", nur "unser". Beispielweise Tee, Kaffee (der übrigens der Beste ist, den ich jemals getrunken habe), Kekse, Soßen, Brot, usw.
Der Nachteil ist allerdings gleichzeitig: das Industriegebiet. Es liegt etwas außerhalb von Lyon. Um also pünktlich um 9Uhr anfangen zu können, muss ich zwischen 7:00 und 7:30Uhr das Haus verlassen - das kommt ganz auf drauf an, wer mit dem streiken an der Reihe ist: Tram, Bus oder Metro (=TCL). Die Franzosen streiken nämlich nicht nur einen Tag, sondern immer mal wieder knallhart über fast zwei Monate. Ich behaupte, dass ich in meiner ersten Arbeitswoche jede (!) Art und Weise ins Geschäft zu kommen, genutzt habe. Das widerrum hat zur Folge, dass ich täglich ca. 12 Stunden außer Haus bin. Daran muss ich mich erst noch gewöhnen, denn der Haushalt macht sich nicht von alleine und zuhause angekommen noch das Kochen anzufangen, mal ganz abgesehen vom "Arbeitsalltag à la 5 Tage-Woche", ist etwas gewöhnungsbedürftig. Aber das wird sich schon einspielen!

Am Dienstag habe ich von Neuem die Produkte studiert und mit einem Programm gearbeitet, in dem Kundendaten erfasst sind und eine Art kurzes Protokoll. Dort muss/sollte seine Initialen eintragen, gefolgt von den wichtigsten Infos, wie Nummer der Anfrage, was am Telefon besprochen wurde und wann der Kunde zurückgerufen werden sollte. Welche Kunden in dieser Liste (Rückruf) sind, wird einem beim Öffnen des Programms als erstes angezeigt. Da man aber oft nur schnell die wichtigsten Infos einträgt, weil man noch einiges erledigen muss, bleibt das oft auf der Strecke. Wie auch immer, ich habe die Daten neuer (potenzieller) Kunden und Nummer der Anfrage eingetragen. Danach habe ich widerrum geguckt um welches Produkt es sich genau handelt usw. Und auf einmal war der Dienstag vorbei.

Forsetzung folgt....

Erste Arbeitswoche Teil 2

Sonntag, 09.12.2012

Am Mittwoch wurde es Ernst: Ich sollte die deutschen Kunden anrufen, die in der Rückruf-Liste standen, um zu fragen ob es Neuigkeiten gibt. Zur Erklärung: Viele Kunden haben andere Projekte, die sie zuerst realisieren müssen/können/sollen, bevor sie einen Auftrag erteilen.
Da ja alle Daten in dem schlauen Programm gespeichert sind, musste ich nur die Telefonnummern kopieren und in Skype einfügen. Ich habe nur darauf geachtet was in diesem Protokoll steht und was in der Anfrage angeboten wurde. Ich kann euch sagen!!! Was ich gelacht habe - unglaublich!! Blöderweise hat das Mikro von meinem Headset gesponnen, sodass die Kunden mich nicht verstehen konnten.

Ich wähle eine Nummer und komme raus in:

- irgendwo in der Mitte von Deutschland: die konnten mich kaum hören

- irgendwo in Süddeutschland: Die Frau hat sich totgelacht, weil sie nur einzelne Silben von dem verstanden hat, was ich gesagt habe

....(nach einem Wechsel des Headsets)...

- Norddeutschland: Der gute Mann hat mir erklärt, dass "der Große" sich gegen einen Kauf entschieden hat - sprich sein Chef - fand ich ja super!

- BALINGEN!!! Der Mann fand es sehr amüsant (im positiven Sinn) jemanden am anderen Ende der Leitung zu haben, der in Lyon sitzt und "schwäbelt"

und das Highlight des Tages: Ostdeutschland - weil es wirklich für mich persönlich der krasseste Dialekt ist (im Bezug auf das Verstehen)

Ich war jedes Mal sehr auf die Anfrage und das Protokoll konzentriert (und aufgeregt - ich habe das ja zum ersten Mal gemacht und hatte von den Produkten keine Ahnung), dass ich nie darauf geachtet habe in welchem Teil Deutschland ich rauskomme bzw. mit welchem Dialekt ich es zu tun haben werde!! Es war köstlich, wie ich mich amüsiert habe. Ich hätte mich teilweise totlachen können. Gleiches gilt für die Kunden! Aber es war auch wirklich interessant...

 

Am Donnerstag hat mein deutscher Kollege mir erklärt, dass die Unterlagen einer ehemaligen Mitarbeiterin noch nicht sortiert und evtl. noch nicht im System gespeichert seien. Ich habe den Auftrag natürlich gleich erkannt und mich am Donnerstag und Freitag damit beschäftigt die fehlenden Daten einzutragen, teilweise auszusortieren und zu kontrollieren - Aktenpflege eben. Die Arbeit mit den Unterlagen hätte ich auch nach und nach machen können. D.h. wenn ich lieber noch einmal telefonieren hätte wollen, hätte ich dies tun können. Es ist nicht monoton und ich kann mir jetzt schon einteilen, wann ich was machen möchte. Insgesamt gefällt es mir gut. Jeden Morgen schneit man ins Büro um sich einen "Bonjour" zu wünschen, es wird "geknutscht" wie die Weltmeister, der eine bringt mal frische croissants, der andere erzählt eine kleine Geschichte oder es wird darüber diskutiert wie kalt es ist. Es wird auch viel gelacht! Die Firma lässt mir die Freiheit einerseits, andererseits ein gewisses Vertrauen mich direkt an den Kunden zu lassen - finde ich nicht selbstverständlich!

Fête des lumières (Fest der Lichter)

Dienstag, 11.12.2012

Für die, die es noch nicht mitbekommen haben: von Donnerstag bis Sonntag war "La fête des lumières". Ich lass einfach mal die Bilder für sich sprechen:

Das war Donnerstag:

Hier dachten wir zuerst ... bis uns jemand gesagt hat, dass wir es von der falschen Seite betrachten :D Auf dem Heimweg

 

Freitag:

Fête des lumières Teil 2

Dienstag, 11.12.2012

Den ganzen Samstagmittag war ich mit meinen Cousinen unterwegs. Gegen 20Uhr war ich zuhause, habs kochen angefangen und mir gedacht "Die Stadt so überfüllt, heute machst mal einen ruhigen Abend zuhause.... (5min später) Hmm... 20.05Uhr, Nati, es ist Samstagabend, du bist 22 Jahre jung und willst deinen Abend bei DEM Highlight des Jahres in Lyon zuhause sitzen?? NE!" Hab gewusst, dass meine Nachbarn gehen, dann habe ich ihnen angerufen, mein Essen auf einen Pappteller getan, mir eine Plastikgabel geschnappt, Jacke angezogen - und los gings :-)

Wir sind dann zu einem Platz, weil mein Nachbar noch auf eine Freundin gewartet hat. Dort konnte man Teelichter kaufen (2 Euro das Stück) und bei 100 verkauften Kerzen, hat man eine Art Flashmob gestartet und getanzt. Das Geld wurde dann für "International Handicap" gespendet. Die Patin von der Organisation war auch da - eine total bekannte Moderatorin in Frankreich - eine fremde Frau für mich :-)

Der Mann, der als einziger den Tanz konnte, hat uns mit seinen Hüftschüngen sehr amüsiert!! Wegen der Menschenmasse mussten wir doch eine geschlagene Stunde auf die Freundin warten. War nicht schlimm!! Wir haben ja getanzt (natürlich in der ersten Reihe wie sich das auch gehört und das gleich 3 Mal) Für das leibliche Wohl gab es Crepes und Glühwein. Als das Mädel dann aufgetaucht ist, wollte meine Nachbarin, dass wir zu dem Mann gehen, uns bedanken und sagen dass es wirklich Spaß gemacht. Er wiederrum hat sich bei uns bedankt, weil wir die Meute animiert haben mitzutanzen!

Uns war der ganze Trubel dann aber doch zu viel und wir beschlossen zurück in die Residenz zu gehen. Auf dem Weg sind wir auf eine "Guggenmusik"-Gruppe à la "Karneval in Rio"-Musik gestoßen und der (und noch viele andere) dann noch spontan tanzend hintergelaufen. War richtig klasse!! Bin auch zum echten nach Brasilien 2014 eingeladen worden!! :-)

 

Zitat: "Und auf einmal scheint einem die Welt schon viel kleiner, wenn man überall Freunde hat!" :-)

Fête des lumières Teil 3

Dienstag, 11.12.2012

Sonntag war der letzte Tag des "Lichterfestes". Das wollten wir natürlich ausnutzen, weil wir bis dato immer noch nicht alles gesehen hatten!! Wir sind zuerst zum "lyonesischen Bräuningerland" (Confluence). Sowas wie dort, habe ich noch nie gesehen! Ich glaube man erkennt es auf den Fotos nicht, also kommt hier eine kurze Erklärung:

Das ist eine Art Wand (Wasserfontäne) auf der das Licht einen Wal wiedergespiegelt hat.

Dann ging es zurück durch eine Unterführung, in der man sich vorgekommen ist, wie unter Wasser:

Danach am Rhône entlang:

Auf dem Weg zur St. Jean haben wir einen Aufzug gesehen (für die Metro gedacht). Wenn die Türen sich wieder geschlossen haben, ist da auf einmal (hier:) eine Schildkröte (woanders ein Pinguin) geschwommen:

 

Unglaublich was man aus Licht machen kann!

Danke Google!!

http://www.fetedeslumieres.lyon.fr/Galerie-Video-2012?nom_tech=galerie_video_2012&page=Galerie-Video-2012

http://www.fetedeslumieres.lyon.fr/Galerie-Video-2012?nom_tech=galerie_video_2012&page=Galerie-Video-2012

Und danke youtube!!

https://www.youtube.com/watch?v=0iL_cWrNV4I

 

Ich war zwar 4 Abende unterwegs, habe aber immer noch nicht alles gesehen!!
Und jetzt soll mir mal bitte jemand erklären, wie man sich nicht in diese Stadt verlieben soll??

 

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Hallo mein Name ist Natascha und ich werde bald eine längere Zeit in dem Land Frankreich verbringen. Ihr könnt gerne meine Blogeinträge kommentieren oder mich über das Kontaktformular anschreiben.

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